Samstag, 30. Juni 2012

Butter vs. Margarine


Die Diskussion, ob man lieber Butter oder Margarine verwenden sollte, ist schon fast zur Glaubensfrage geworden. Beide Fraktionen haben ihre Fans und Verfechter. Teilweise unterliegen viele Menschen hier aber von der Industrie geschickt gestreuten Irrtümern und lassen sich zu stark von der Werbung beeinflussen. Um es gleich vorweg zu nehmen. Ja, ich bin ein Verfechter von Butter! Warum ich von Butter überzeugt bin, versuche ich in diesem Artikel so objektiv wie möglich zu behandeln.

Geschmack:
Ok, über Geschmack lässt sich streiten, aber sind wir doch mal ehrlich, Butter schmeckt einfach besser! Na gut, ich habe gesagt, ich versuche objektiv zu bleiben, deswegen soll sich hier jeder sein eigenes Urteil bilden.

Preis:
Beim Preis hat die Margarine klar die Nase vorne. Sie wurde erfunden, um in Krisenzeiten einen billigen Ersatz für Butter zu haben. Den billigeren Preis hat sie auch bis heute behalten.

Dienstag, 29. Mai 2012

Krafttraining für Frauen


Frauen und Männer sind in vielen Bereichen grundsätzlich unterschiedlich. Auch beim Krafttraining sieht man die Unterschiede in der Art und Weise, wie beide trainieren, meist deutlich. Während Männer möglichst viel Gewicht mit teilweise eher fragwürdiger Ausführung zu bewegen versuchen, arbeiten Frauen meist mit kleinen Gewichten, dafür mit vielen Wiederholungen und voller Konzentration auf perfekte Technik.
Auch die Zielsetzung ist bei beiden eine andere. Männer wollen normalerweise möglichst viel Muskulatur und Kraft aufbauen. Frauen dagegen gehen meist ins Fitnessstudio um abzunehmen und ihren Körper zu „straffen“. Das ist kein Klischeedenken, sondern ich erlebe diese Szenen fast täglich bei meiner Arbeit.

Montag, 23. April 2012

Weg mit den Schuhen!

Welcher Körperteil wird beim Training am meisten vernachlässigt? In meinen Augen sind es unsere Füße. Kaum jemand macht sich wirklich Gedanken um seine Füße, wenn er trainiert. Dabei sind sie unser hauptsächlicher Kontakt zum Boden bei den meisten Aktivitäten.
Unsere Füße sind vom anatomischen Aufbau her grundsätzlich ähnlich beweglich und geschickt wie unsere Hände. Menschen mit Behinderung, die keine Arme besitzen oder diese nicht benutzen können beweisen dies oft eindrücklich. Da wir unsere Füße aber die meiste Zeit in Schuhe zwängen und nur stark eingeschränkt benutzen, sind diese Funktionen verkümmert.

Na gut, dass wir unsere Füße nicht so geschickt einsetzen können wie unsere Hände können wir recht gut verkraften. Aber durch die fehlende Funktion in unseren Füßen können auch Schmerzen und wirkliche Probleme entstehen. Durch eingeschränkte Beweglichkeit im Fußgelenk z. B. wird häufig die fehlende Mobilität durch das Kniegelenk kompensiert. Da das Knie eigentlich nicht für diese Beweglichkeit ausgelegt ist, können schnell Knieprobleme entstehen.



Was können wir jetzt genau tun, um unseren Füßen mehr Aufmerksamkeit im Training zu schenken?

Dienstag, 27. März 2012

Welche Nahrungsergänzungsmittel empfehle ich!

Eine der am häufigsten an mich gestellten Ernährungsfragen ist: „Sollte ich Nahrungsergänzungsmittel nehmen und wenn ja welche?“

Grundsätzlich bin ich kein großer Freund von Nahrungsergänzungsmitteln. Ich bin der Meinung, dass Sportler zuerst ihre normale Ernährung optimieren sollten, bevor sie zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Diese sollten nie ein Ersatz für eine gesunde, ausgewogene Ernährung sein. Ich bin davon überzeugt, dass dem Körper alle wichtigen Nährstoffe durch eine gute Ernährung zugeführt werden können. Außerdem ist die Verwertbarkeit von z. B. Vitaminen aus Nahrungsergänzungsmitteln für den Körper deutlich schlechter als aus Nahrungsmitteln, in denen diese natürlich vorkommen. Von daher ziehe ich natürliche Lebensmittel als Nährstoffquellen grundsätzlich vor.

Es gibt allerdings auch Nahrungsergänzungsmittel, die ich trotzdem für sinnvoll halte. Der Bedarf bei einigen Nährstoffen ist nämlich auch trotz einer gut durchdachten Ernährung nicht immer optimal zu decken. Und auch Leistungssportler können von verschiedenen Nahrungsergänzungen profitieren, da sie höhere Anforderungen an ihren Körper stellen als der Durchschnittsbürger.

Hier sind die vier Supplemente, die ich hauptsächlich empfehle:


Montag, 20. Februar 2012

Einbeiniges Training


Die wenigsten Bewegungen im Alltag oder im Sport werden mit beiden Beinen zusammen ausgeführt. Beim Laufen, Springen und den meisten anderen Bewegungen haben wir nur mit jeweils einem Bein gleichzeitig Kontakt zum Boden. Trotzdem benutzen wir im Krafttraining bei den meisten Übungen beide Beine gleichzeitig (z. B. Kniebeugen). Für unseren Körper ist das eigentlich eine recht unnatürliche Bewegung. Daher halte ich es für sehr wichtig, zusätzlich zu zweibeinigem Training, auch einbeinige Übungen in das Trainingsprogramm zu integrieren.

Ich möchte hier keinesfalls gegen die klassischen zweibeinigen Übungen schießen. Diese haben auf jeden Fall ihre Berechtigung im Training und sind eine wichtige Grundlage zum Aufbau von Kraft und Muskulatur.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Angriff auf unsere Problemzonen Teil 2

Im ersten Teil des Artikels bin ich bereits auf die häufigsten Haltungsprobleme in der oberen Körperhälfte eingegangen, die durch unsere inaktive sitzende Lebensweise entstehen.

Aber nicht nur unser Oberkörper mag die sitzende Position auf Dauer nicht. Auch die Hüfte wird dabei durchgehend in eine unnatürliche, gebeugte Stellung gezwungen. Die Folge ist wiederum das Verkürzen der hüftbeugenden Muskulatur. Zusätzlich fällt bei fast allen unseren Athleten vor Trainingsbeginn eine stark unterentwickelte Gesäßmuskulatur auf. Diese ist unter anderem für die Streckung der Hüfte zuständig. Die Kombination aus verkürztem Hüftbeuger und zu schwachem Hüftstrecker, zieht das Becken in eine nach vorne gekippte Position. Diese Beckenhaltung führt zu einer Verstärkung der Lordose in der Lendenwirbelsäule (Hohlkreuz)(siehe Bild). Bis hierdurch Rückenschmerzen auftreten, ist es dann meistens nur noch eine Frage der Zeit.

Montag, 26. Dezember 2011

Angriff auf unsere Problemzonen Teil 1


Nein, es geht hier nicht um die unerwünschten Fettpölsterchen am Bauch oder den vermeintlich unterentwickelten Bizeps. Es geht um Probleme, die wir durch die hauptsächlich sitzende Lebensweise in unserer modernen Gesellschaft bekommen. Ich spreche von Haltungsschäden, Rücken- und Kopfschmerzen sowie Verspannungen, die durch muskuläre Dysbalancen, verkürzte bzw. abgeschwächte Muskeln und fehlende Mobilität entstehen.

Egal, ob in der Schule, im Büro, im Auto, beim Essen oder zu Hause vor dem Fernsehapparat, wir sitzen den Großteil des Tages.
Der Körper passt sich mit der Zeit dieser einseitigen Haltung an. Hierdurch treten teilweise schon in jungem Alter bei vielen Menschen Probleme auf. Für Leistungssportler ist das ein sehr wichtiger Punkt, da hierdurch nicht nur die sportliche Leistungsfähigkeit negativ beeinflusst wird, sondern auch die Verletzungsanfälligkeit exponentiell ansteigt. Aber auch für jeden, der mit Leistungssport nichts am Hut hat, sind diese Fehlhaltungen problematisch. Viele Schmerzen und Beschwerden im Alltag lassen sich auf diese Haltungsprobleme zurückführen.

Montag, 28. November 2011

Foamroller

Bereits in einigen früheren Artikeln erwähnt, ist er eines der Standardwerkzeuge bei Stemp Performance und wichtiger Bestandteil jeder Trainingseinheiten; der Foamroller. Daher möchte ich mich in diesem Artikel genauer mit diesem nützlichen Trainingsgerät beschäftigen und euch die Vorteile und die Verwendung etwas näher vorstellen.

Der Foamroller ist eine ca. 45 – 90 cm lange Hartschaumstoffrolle mit einem Durchmesser von ca. 15 cm. Es gibt ihn in verschiedenen Härtegraden. Er kann zur Massage von allen oberflächlich erreichbaren Muskeln eingesetzt werden.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Functional Food

Die Lebensmittelindustrie hat einen neuen Markt für sich entdeckt. Joghurt, der mit probiotischen Milchsäurebakterien die Abwährkräfte stärkt, Margarine, die den Cholesterinspiegel senkt, und viele weitere Produkte werben mit einem Zusatznutzen oder zugesetzten Inhaltsstoffen, die die Gesundheit fördern sollen. Natürlich zu einem deutlich höheren Preis als die Standardprodukte. Und schaut man sich die Verkaufsstatistiken an, springt der Verbraucher gut darauf an. So haben die probiotischen Varianten bei Joghurts bereits einen Marktanteil von ca. 17 %. Doch haben diese Produkte tatsächlich einen Gesundheitsnutzen für uns Verbraucher oder sind sie nur ein schlauer Marketingschachzug der Lebensmittelindustrie? Sind sie vielleicht am Ende sogar schädlich?

Schauen wir uns einige Arten von Functional Food etwas genauer an.

Samstag, 3. September 2011

Spieglein, Spieglein an der Wand

Dieser Artikel fällt vermutlich wieder unter die Kategorie: „Kleinigkeiten, denen wir nie große Beachtung schenken.“

Spiegel gehören zur Standardausstattung in jedem Fitnessstudio. Sinn und Zweck dahinter ist natürlich die Trainingskontrolle. Durch den Spiegel kann man die eigenen Bewegungsabläufe sehen und kann sie gegebenenfalls korrigieren. Natürlich gibt es auch die Individuen, die den Spiegel zum Posen benötigen, um sich selbst bewundern zu können. Zu diesem Personenkreis zählen wir uns als leistungsorientierte Sportler natürlich nicht.

Montag, 1. August 2011

Regeneration



Bei der Erstellung unserer Trainingsprogramme für Leistungssportler ist es sehr wichtig, auf das richtige Gleichgewicht zwischen Belastung und Erholung zu achten. Gerade wenn ein Sportler bereits viele Trainingseinheiten in der Woche durch seine eigentliche Sportart absolviert, gestaltet sich die Trainingsplanung für zusätzliches Kraft- und Athletiktraining oft schwierig. Wird nicht ausreichend Regenerationszeit eingeplant, wirkt sich das negativ auf die Trainingserfolge aus und kann im schlechtesten Fall in Übertraining bis hin zu Verletzungen enden.
Auch wenn ein Übertraining bei Hobbysportlern äußerst selten vorkommt, kann die Leistungsfähigkeit und Gesundheit durch nicht ausreichende Regeneration negativ beeinflusst werden.

Sportler verwenden viel Zeit und viele Gedanken auf die Optimierung ihres Trainings. Die Regenerationsphasen zwischen den einzelnen Trainingseinheiten finden meist aber nur wenig Beachtung.

Freitag, 8. Juli 2011

Der kleine Unterschied

Immer wieder wird darüber gesprochen, wie wichtig es ist das muskuläre Gleichgewicht zu erhalten oder wiederherzustellen. Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Durch einseitige Belastungen, wie langes Sitzen oder auch einseitige Sportarten entstehen häufig muskuläre Dysbalancen. Auf Dauer können viele Fehlhaltungen und Verletzungen daraus resultieren. Zwar können wir dieses Ungleichgewicht aufgrund von den ganz unterschiedlichen Belastungen im Alltag nie zu 100 % beheben, trotzdem ist es das Ziel unseres Trainings, dieses Problem soweit wie möglich auszugleichen.
Damit wir uns durch das Training aber nicht zusätzlich neue Dysbalancen schaffen, möchte ich diesmal auf einen Punkt hinweisen, über die die meisten Trainierenden vermutlich noch nie groß nachgedacht haben - unsere Griffhaltung bzw. Schrittstellung!

Samstag, 21. Mai 2011

Omega-3

Gerne werden in den Medien einzelne Inhaltsstoffe aus unserer Ernährung herausgezogen und daraus wird ein großer Hype gemacht. „Diesen einen bestimmten Stoff musst du essen, dann bleibst du gesund!“ So sind Omega-3-Fettsäuren aktuell in aller Munde und gelten als besonders gesundheitsfördernd. Bei allen angepriesenen positiven Wirkungen einzelner Bestandteile unserer Nahrung kommt es aber doch immer auf die zugeführte Menge und das Zusammenspiel mit anderen Inhaltsstoffen an, ob sie gesund oder ungesund sind. Bei den Omega-3-Fettsäuren ist das nicht anders.

Gerade das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren ist hierbei wichtig. Beide Fettsäuren gehören zur Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die gemeinhin als die „guten“ Fette angesehen werden. Sie übernehmen im menschlichen Organismus wichtige Aufgaben, können vom Körper allerdings nicht selbst hergestellt werden und müssen daher über die Nahrung aufgenommen werden. Das optimale Verhältnis zwischen Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren liegt bei etwa 2:1 bis 4:1.