Wer
neu mit dem Krafttraining beginnt, macht relativ schnell gute Fortschritte.
Früher oder später in der Trainingskarriere kommt allerdings bei fast jedem der Punkt, an dem die Entwicklung stagniert. Dies kann viele Gründe haben. Mit den
folgenden Tipps könnt ihr das nächste Plateau hoffentlich verhindern. Solltet
ihr gerade feststecken, hilft euch die eine oder andere Lösung möglicherweise,
damit es schnell wieder vorwärts geht.
Sonntag, 29. Juni 2014
Dienstag, 27. Mai 2014
Ran an die Gewichte!
Krafttraining
ist schon lange nicht mehr nur etwas für Bodybuilder. Im Leistungssport ist es
bereits seit Jahren wichtiger Bestandteil des Trainings. Aber das schöne ist,
dass jeder Mensch, egal welchen Alters oder welchen Fitnesslevels,
Krafttraining betreiben kann. Man benötigt kein besonderes Talent, um stärker zu
werden. Krafttraining bietet zahlreiche positive Effekte. Effekte, die andere
Sportarten nur teilweise bieten können.
Zunächst
einmal - jeder Mensch kann stärker werden, egal in welchem Alter er mit dem Krafttraining
beginnt. Gerade komplett Untrainierte werden sehr schnell Erfolge durch das
Training feststellen können. Nicht jeder hat die genetischen Anlagen, um Weltrekorde
zu brechen. Mehr Kraft aufzubauen bringt jedoch auch sonst viele Vorteile für
den Alltag und stellt eine gute Gesundheitsvorsorge für das Älterwerden dar.
Warum
ist Krafttraining also so wichtig?
Freitag, 28. März 2014
Krafttrainingsmythen
In
der Fitnesswelt kursieren zahllose Mythen und Trainingsweisheiten, die häufig
jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehren. Trotzdem halten sie sich
hartnäckig. Aber auch durch ständiges Wiederholen und Weiterverbreiten werden
diese noch lange nicht wahr.
Mit
drei dieser Mythen möchte ich hier aufräumen.
Freitag, 28. Februar 2014
Die Schulter bei Wurfsportlern Teil 3
Nachdem
ich in den letzten beiden Teilen bereits die allgemeinen Anforderungen an die
Schulter bei Wurfsportlern (Teil 1) erläutert sowie Trainingsempfehlungen
zur gezielten Kräftigung der Schulter (Teil 2) gegeben habe, möchte ich die
Serie damit abschließen, wie ich bestimmte Übungen für Wurfsportler
modifiziere, bzw. welche Übungen ich aus Sicherheitsgründen lieber komplett
weglasse.
Jeder
Trainer/Sportler muss natürlich für sich selbst eine Risikoabschätzung
vornehmen, ob bestimmte Übungen für ihn in Frage kommen oder nicht.
Hier
sind meine Gedanken zu dem Thema:
Dienstag, 28. Januar 2014
Die Schulter bei Wurfsportlern Teil 2
In
Teil 1 des Artikels habe ich bereits einen Überblick über die Besonderheiten
der Schulter bei Wurfsportlern gegeben. In Teil 2 geht es nun um allgemeine Trainingsempfehlungen.
Durch
die ständige einseitige Belastung des Werfens treten bei den Athleten häufig
die gleichen körperlichen Veränderungen und Probleme auf.
So
kann man im Verlaufe einer Saison beobachten, wie bei Pitchern die
Außenrotation der Schulter deutlich zunimmt, wodurch die Schulter an Stabilität
verliert. Gleichzeitig nimmt die Innenrotation ab. Das führt dazu, dass die
fehlende Bewegung durch das Schulterblatt kompensiert werden muss, welches
hierdurch aus seiner natürlichen Bewegung gezogen wird und außerdem der Oberarmkopf aus der Schulterpfanne nach vorne rutscht. Dies lässt sich auch
durch entsprechendes Training während der Saison nur bedingt verhindern, da das
Volumen der Würfe das der Schulterübungen deutlich übersteigt.
Trotzdem
sollte das Training während der Saison natürlich weitergeführt werden, um die
Verschiebung des Gleichgewichtes zwischen Außen- und Innenrotation zumindest zu
begrenzen.
Sonntag, 29. Dezember 2013
Die Schulter bei Wurfsportlern Teil 1
Als
Strength and Conditioning Coach im Baseball liegt einer meiner Hauptfokuspunkte
auf der Gesundheit der Schulter. Denn wenn ein Spieler nicht werfen kann, kann
er kein Baseball spielen. Die Schulter ist eines unserer beweglichsten Gelenke
und bei einem Wurfsport wie Baseball gleichzeitig auch eines der am meisten
beanspruchten. Gerade die gute Beweglichkeit macht die Schulter sehr
empfindlich. Die Schulterpfanne ist im Verhältnis zum Oberarmkopf relativ klein
und kann nur wenig Stabilität geben. Die Aufgabe, den Arm in der Schulterpfanne
zentriert zu halten, übernimmt daher hauptsächlich die Muskulatur.
Wenn
man sich die recht kleinen Muskeln der Rotatorenmanschette anschaut, die den
Oberarmkopf hierbei halten, versteht man, warum diese möglichst optimal
arbeiten sollten.
Donnerstag, 26. September 2013
Sofort mehr Kraft – Interner vs. Externer Fokus
Sofort
mehr Kraft - das klingt zu schön, um wahr zu sein. Ich versuche hier aber kein
neues Wundermittel oder ein revolutionäres Trainingsgerät zu vermarkten. Vielmehr
geht es um die richtige mentale Herangehensweise beim Training. Lenken wir
unsere Aufmerksamkeit in die richtige Richtung, können wir unsere Leistung
tatsächlich sofort steigern.
Worauf
wir uns konzentrieren, während wir eine Übung ausführen, und ich meine hier
nicht die Konzentration auf den Zumbakurs gegenüber, spielt eine
entscheidendere Rolle, als die meisten vermuten würden. Wir unterscheiden
hierbei zwischen internem und externem Fokus. Beim internen Fokus konzentrieren
wir uns direkt darauf, was unser Körper macht, also z. B. auf die Bewegung der
Arme. Beim externen Fokus hingegen liegt die Konzentration nicht auf der Bewegung selbst, sondern auf den Auswirkungen, die unsere Bewegung zur Folge hat, z. B. die Bewegung der Hantel beim Krafttraining.
Samstag, 31. August 2013
Liegestütze - Eine oft unterschätzte Übung
Wenn
es um Übungen für die Brust geht, denkt jeder als erstes an Bankdrücken. Aber
auch die guten alten Liegestütze haben immer noch ihre Daseinsberechtigung. Sie
sind nicht nur eine Übung für pubertäre Jugendliche, die gerade anfangen zu
trainieren, um besonders toll auszusehen. Auch für bereits im Krafttraining erfahrene
Sportler bieten sie einigen zusätzlichen Nutzen.
Liegestütze
sind für mich genauso wichtig wie das Bankdrücken. Ich baue daher in meine
Trainingsprogramme immer eine oder mehrere Versionen von Liegestützen ein.
Liegestütze
trainieren nicht nur Brust und Trizeps, sondern haben einige Vorteile, die sie
zur guten Ergänzung zum Bankdrücken machen.
Montag, 22. Juli 2013
Weniger ist manchmal mehr! (Teil 2)
Deloadingphasen
Die
Leistungsentwicklung im Training verläuft nicht linear. Jeder Athlet hat Phasen, in denen er gute Kraftzuwächse verzeichnet. Aber genauso gibt es Phasen, in
denen sich über mehrere Trainingseinheiten das bewegte Gewicht nicht verändert oder manchmal sogar rückläufig ist.
Was ist die häufigste Reaktion auf stagnierende Leistung? Klar, noch mehr oder noch härter trainieren. Manchmal hilft hier aber genau das Gegenteil.
Der
Körper kann nicht in jeder Trainingseinheit Bestleistungen erzielen. Daher ist
es wichtig ihm regelmäßig mit leichteren Einheiten die Möglichkeit zur Erholung
zu geben. Die meisten Athleten kennen vermutlich das Gefühl. Wenn wir einmal
dazu gezwungen sind eine Woche vom Training auszusetzen, und ich rede hier
nicht von Verletzungen, sondern von Urlaub etc., haben wir oft in der
darauf folgenden Woche mehr Energie und Kraft im Training.
Der
Grund ist, dass der Körper in der harten Trainingszeit zwischen den einzelnen
Einheiten oft gar nicht die Zeit hat einmal vollständig zu regenerieren. Dieser
Zustand ist noch weit vom Übertraining entfernt, kann allerdings auf Dauer einen
optimalen Kraftzuwachs bremsen.
Freitag, 31. Mai 2013
Weniger ist manchmal mehr! (Teil 1)
Nicht jeder Satz muss
zu totalem Muskelversagen führen!
In
meiner Anfangszeit als Trainer war ich der Meinung, dass jeder Satz zum
Muskelversagen führen muss, um einen bestmöglichen Trainingseffekt zu erzielen.
Über
die letzten Jahre habe ich jedoch festgestellt, dass man mindestens genauso
gute Ergebnisse erzielt, wenn man kurz vor dem Muskelversagen aufhört. Der
Muskel braucht keinen 100%igen Reiz, um stärker oder größer zu werden. Je nach
Trainingsstand des Athleten reicht ein Reiz zwischen 70 % - 90 % des maximal Möglichen, um Muskelwachstum bzw. einen Kraftzuwachs zu erreichen.Mittwoch, 27. März 2013
Kreuzheben
Kreuzheben
ist für mich die Königin aller Kraftübungen. Wenn man von funktionellem
Training sprechen möchte, ist das Kreuzheben wohl kaum zu schlagen. Etwas Schweres
vom Boden aufzuheben ist eine der alltagsnähesten Bewegungen überhaupt. Der
Transfer aufs tägliche Leben ist wohl eindeutig.
In
der Regel baue ich meine Trainingsprogramme um die verschiedenen Varianten des
Kreuzhebens herum auf.
Kreuzheben
zählt zu meinen Lieblingsübungen, weil fast alle wichtigen Muskelpartien dabei
trainiert werden, in denen die meisten Menschen heutzutage Defizite haben. So
wird praktisch die komplette Körperrückseite im Zusammenspiel miteinander
gefordert. Im Vordergrund stehen dabei natürlich die Gesäßmuskeln, die
Beinbeuger sowie die Rückenstrecker. Aber auch Trapezius, Latissimus, die
Romboiden und die Unterarme bekommen beim Heben einen starken Trainingsreiz.
Sogar die Beinstrecker, Adduktoren und die gesamte Rumpfmuskulatur sind in der
Bewegung involviert.
Samstag, 29. Dezember 2012
Schneller durch Krafttraining
Am
Anfang jeder Trainingsplanung steht immer die Zielsetzung, was der Athlet durch
das Training erreichen möchte. Eines der häufigsten Ziele, die sich meine
Sportler erhoffen: „Ich will schneller werden!“
Geschwindigkeit
ist eine essentielle Eigenschaft in den meisten Sportarten. Der Grundsatz für
mich ist daher. Wenn ein Athlet durch das Training Muskelmasse zulegt, muss er
trotzdem seine Schnelligkeit behalten, bzw. bleibt sein Körpergewicht gleich,
so muss sich seine Schnelligkeit verbessern.
Natürlich
hängt die Geschwindigkeit von vielen verschiedenen Faktoren ab. In diesem
Artikel klammere ich allerdings Techniktraining, plyometrisches Training etc.
bewusst aus, sondern beschränke mich auf die Komponente Krafttraining.
Um
das Prinzip vereinfacht auszudrücken. Wenn ich will, dass ein Auto schneller
fährt, müssen sich die Räder schneller drehen. Baue ich einen stärkeren Motor ein,
hat das Auto mehr Kraft, das es auf die Räder übertragen kann. Somit kann es besser
beschleunigen und schneller fahren.
Das
gleiche machen wir auch beim Krafttraining. Wenn ich durch das Training mehr
Beinkraft bekomme, um das gleiche Gewicht wie vorher zu bewegen, kann ich
dieses Gewicht schneller bewegen.
Freitag, 31. August 2012
Frontkniebeugen
Kniebeugen
sind eine der Grundübungen im Krafttraining. Wer seine Beine ernsthaft
trainieren möchte, kommt fast nicht um Kniebeugen herum. Daher sind sie fester
Bestandteil fast jedes Trainingsplans.
Anstatt
der traditionellen Kniebeugen, bei denen die Stange hinter dem Kopf auf dem
Trapezmuskel liegt, bevorzuge ich allerdings für die meisten Athleten die
Frontkniebeugen. Ich möchte hier die Chance nutzen, um einmal etwas Werbung für
die Frontkniebeugen zu betreiben.
Zunächst zu den Gründen
warum ich die Frontkniebeugen bevorzuge:
Egal
ob Front- oder normale Kniebeuge, das Gewicht liegt auf den Schultern und muss
damit von der Wirbelsäule getragen werden. Die Vorwärtslage des Oberkörpers bei
normalen Kniebeugen stellt dabei eine enorme Belastung für die Bandscheiben
dar. Dadurch, dass das Gewicht bei Frontkniebeugen vor dem Körper gehalten
wird, verschiebt sich der gesamte Schwerpunkt. Dies führt zu einer deutlich aufrechteren
Haltung des Oberkörpers und damit zur Entlastung der Bandscheiben (siehe Bild).
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